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Ausstellung „Grenzgänge“ von Andreas Alba in der Burg Botzlar eröffnet

Mit einer gut besuchten Vernissage ist am Donnerstag die Ausstellung „Grenzgänge“ des Künstlers Andreas Alba in der Burg Botzlar eröffnet worden. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, sich einen ersten Eindruck von den vielseitigen Werken des Diplomdesigners zu verschaffen und mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen.

Mit „Grenzgänge“ präsentiert Andreas Alba ein facettenreiches künstlerisches Werk, das sich bewusst jeder eindeutigen stilistischen Einordnung entzieht. Für den Diplomdesigner sind Stil, Material, Form und Farbe keine Selbstzwecke, sondern Ausdrucksmittel, mit denen er Emotionen, Eindrücke und Botschaften auf ganz persönliche Weise sichtbar macht.

Experimentierfreude ist das verbindende Element seines Schaffens. Alba kombiniert unterschiedlichste Materialien und Techniken – von Tusche, Tinte, Acryl- und Aquarellfarben über Collagen, Bleisatz und freie Kalligrafie bis hin zu Holzfurnier, Blattgold und Zeitungsausschnitten. So entstehen Arbeiten mit einer besonderen Bildsprache und eindrucksvollen Körperlichkeit.

"Nicht in Schubladen packen"

Treffend erklärte daher auch Benedikt Sträter, Leiter des FoKuS, bei der Ausstellungseröffnung. „Das Schaffen lässt sich nicht in Schubladen packen. Schön ist es, dass verschiedene Materialien zum Einsatz kommen. Man merkt ihnen an, dass sie experimentierfreudig sind.“

Auch die dritte Dimension gehört selbstverständlich zu seinem künstlerischen Repertoire. Skulpturen und Standobjekte, Keramik sowie individuell gestaltete Bücher ergänzen sein vielseitiges Werk, das stets von großer handwerklicher Präzision geprägt ist. Besonders verbunden fühlt sich Andreas Alba traditionellen Drucktechniken wie dem Handsatz und der Radierung, die er in seiner eigenen Setzerei und Druckerei pflegt.

Seine künstlerische Arbeit ist eng mit seiner Persönlichkeit verknüpft. Zeichnen, Malen, Schreiben, Musik, Reisen, Holzschnitt und Grafik bilden die unterschiedlichen Felder, auf denen Andreas Alba immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten entdeckt. Die oft diskutierte Trennung von Kunst und Kommerz steht dabei für ihn nicht im Vordergrund. Vielmehr nutzt er seine gestalterische Erfahrung als Diplomdesigner, um kreative Ideen zu entwickeln und seine künstlerische Botschaft immer wieder neu zu formulieren.

Die Ausstellung ist bis 15. Oktober 2026 in der Burg Botzlar zu sehen. Der Eintritt ist frei. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Werke während der Öffnungszeiten der Burg zu besuchen.

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