Aktuelle Meldungen aus Selm
Gelebte Freundschaft seit zehn Jahren zwischen Selm und Iwkowa
Zehn Jahre besteht die Städtepartnerschaft zwischen Selm und der polnischen Gemeinde Iwkowa. Am vergangenen Wochenende wurde das gebührend gefeiert. Ein Wort stand dabei im Mittelpunkt – Freundschaft. Denn diese habe sich dank der gegenseitigen Besuche auf vielfältige Art herausgebildet. Sowohl Selms Bürgermeister Heinz-Georg Mors als auch sein polnischer Amtskollege Bartłomiej Durbas hoben dies mehrfach hervor.
Eine große Delegation aus Polen reiste zu den Feierlichkeiten am vergangenen Freitag nach Selm an. Vertreter aus den beiden anderen Selmer Partnerstädten, Workington und Walincourt-Selvigny, waren ebenfalls gekommen, den ersten runden Geburtstag der deutsch-polnischen Städtepartnerschaft zu feiern. Auftakt war am Partnerschaftskreisel an der Kreisstraße / Botzlarstraße. Schon dort wurde an die Anfänge der Partnerschaft, die aus Kontakten zwischen dem Städtischen Gymnasium und einer Schule in Iwkowa hervorging, erinnert. Landrat Mario Löhr, der 2016 als Selms Bürgermeister die Partnerschaftsurkunde unterzeichnete hatte, sowie der damalige polnische Bürgermeister Boguslaw Kaminski waren ebenfalls anwesend.
"Gemeinsam in Frieden leben"
Bei der anschließenden Feier im Bürgerhaus hob Wolfram Kuschke, Staatsminister a.D., als Festredner die Bedeutung von Städtepartnerschaften in der heutigen Zeit hervor. „Wir wollen alle gemeinsam in Frieden miteinander leben.“ Städtepartnerschaften bieten genau diese Möglichkeit, dass Menschen sich in Frieden begegnen können.
Samstag ging es innerhalb des Festprogramms zunächst sportlich und kulturell weiter. Bei einer Radtour erkundeten die Gäste Selm, während andere den Aqua-Climb im Ternscher See besuchten. Das Fußballspiel zwischen der Selmer und der polnischen Auswahl entschieden die Gäste aus Iwkowa mit 3:2 für sich. Als Zeichen der Freundschaft pflanzten Selms stellvertretender Bürgermeister Michael Merten und Bartłomiej Durbas am Rande des Spiels eine Eiche, die die Gäste aus Polen mitgebracht hatten.
Der Abend im Bürgerhaus stand wieder ganz im Zeichen der Freundschaft. Bürgermeister Heinz-Georg Mors blickte dabei zunächst in die Vergangenheit. „Die deutsch-polnischen Beziehungen haben in den vergangenen Jahrzehnten eine beeindruckende Entwicklung genommen. Aus einer schwierigen Geschichte ist eine enge Partnerschaft gewachsen. Städtepartnerschaften wie unsere tragen ganz konkret dazu bei, diese Beziehung weiter mit Leben zu füllen – durch Begegnung, durch Vertrauen und durch gegenseitigen Respekt.“ Mors dankte bei dieser Gelegenheit dem Städtepartnerschaftsverein Selm, der sich für die Verbindungen zwischen den Partnerstädten intensiv einsetzt. Bartłomiej Durbas hob die Bedeutung der Partnerschaft zwischen den beiden Kommunen ebenfalls hervor und dankte für die erlebte Gastfreundschaft. Mit einem Eintrag in das Goldene Buch erneuerten die beiden Bürgermeister symbolisch die Partnerschaft. Auf dass diese noch viel länger so freundschaftlich gelebt wird.