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Bansenhaus feierlich eröffnet und an die Stadt übergeben
Was ehrenamtliches Engagement bewirken kann, das ist eindrucksvoll am Sonntag im Stephanuspark in Bork sichtbar geworden. Mit mehr als 200 Gästen ist das Bansenhaus feierlich eröffnet und an die Stadt übergeben worden. „Das hier ist zusammen mit dem Stephanuspark wirklich ein Aushängeschild für die Stadt Selm. Das Bansenhaus hat erneut gezeigt, was möglich ist, wenn alle anpacken“, erklärte Bürgermeister Heinz-Georg Mors.
Von der Idee zur Umsetzung waren es aber einige Jahre. Daran erinnerte Landrat Mario Löhr in seinem Grußwort. „Die Entscheidung, das Grundstück zu kaufen, wurde in meiner Amtszeit getroffen und Heinz-Georg Mors darf es nun beenden“, so Löhr. Das 1913 errichtete Gebäude war ursprünglich als Lagerraum von Stroh errichtet worden. Diese Lagerräume wurden Banse genannt. Vor seinem jetzigen Umbau hatte das Bansenhaus als Lagerraum und Garage fungiert. Ursprünglich sollte das Bansenhaus im Zuge der Planung für den Stephanuspark abgerissen werden. Der Heimatverein und die Interessengemeinschaft Borker Bürger machten sich aber für den Erhalt des Bansenhauses stark.
Über 1000 Stunden ehrenamtliche Arbeit
Bernhard Schomaker, der Vorsitzende des Heimatvereins Bork, erinnerte an den Projektstart. „Ende 2023 sind wir gestartet und nun haben wir es geschafft. Für uns ist das wie der Gewinn einer Weltmeisterschaft oder einer Olympiamedaille.“ Er dankte allen Beteiligten, Helfern sowie den vielen Sponsoren. Rund 60.000 Euro an Spenden waren für den Umbau des Bansenhauses zusammengekommen. Rund 55.000 Euro haben die Sanierungsarbeiten gekostet. Beeindruckend auch die Zahl an Stunden, die die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den vergangenen Jahren geleistet haben - über 1000 Stunden. Allein durch diesen Einsatz war es möglich, das Budget einzuhalten, da mehrere zehntausend Euro an Lohnkosten gespart wurden.
„Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. Wir können wirklich stolz auf das ehrenamtliche Engagement in Selm sein“, so Heinz-Georg Mors. Der Bürgermeister nahm anschließend symbolisch den Schlüssel zum Bansenhaus von Bernhard Schomaker entgegen. Das Haus soll als Stätte dienen, in der die Geschichte der heimischen Landwirtschaft um 1900 dokumentiert wird. Desweitern soll das Gebäude für kleinere kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.