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Ausstellung von Berit Seifert in der Burg Botzlar eröffnet
Normalerweise ist sie es, die bei FoKuS Selm Ausstellungseröffnungen organisiert, Künstlerinnen und Künstler betreut und den reibungslosen Ablauf der Vernissagen im Blick behält. Am 28. Januar jedoch stand Berit Seifert selbst im Mittelpunkt: In der Burg Botzlar wurde ihre Ausstellung „Im Wandel – von den ersten Werken des Anfangsbeginns bis heute“ eröffnet – und damit eine sehr persönliche künstlerische Reise einer Frau, die seit zwei Jahren Mitarbeiterin der Stadt Selm ist und die Kunst nicht nur organisatorisch, sondern vor allem mit dem Herzen lebt. FoKuS-Leiter Benedikt Sträter hob das Engagement seiner Kollegin hervor, das sie sonst nicht nur in die Ausstellungseröffnungen der verschiedenen Künstler legt. Nun sei sie es, die mit ihren Werken im Mittelpunkt stehe. „Und so wie deine Werke vor Kraft und Kreativität strahlen, so bist du auch in der täglichen Arbeit“, hob Sträter hervor.
Über 50 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, in die farbintensive Bildwelt der 58-Jährigen einzutauchen – und damit auch in eine Geschichte von Entwicklung, Mut und Lebensfreude. Berit Seifert, in Selm wohnhaft, versteht das Leben als ein buntes Abenteuer. Diese Haltung spiegelt sich in jedem ihrer Werke wider. Kreativität ist für sie kein Beiwerk, sondern Herzschlag, Ausdruck und Antrieb zugleich. Ihre Bilder leben von intensiven Farben, von ehrlichen Momenten und von jenen stillen, manchmal leisen, manchmal kraftvollen Augenblicken, die berühren und im Gedächtnis bleiben.
Künstlerischer Weg sichtbar gemacht
Die Ausstellung in der Burg Botzlar macht diesen Weg eindrucksvoll sichtbar. Von den frühen, noch suchenden Arbeiten bis hin zu den heutigen, farberfüllten und selbstbewussten Kompositionen spannt sich ein Bogen, der nicht nur künstlerisches, sondern auch persönliches Wachstum dokumentiert. Mit zunehmender Klarheit werden Farben bei Seifert zu Trägern von Emotion, Bewegung und Ausdruck. Nichts wirkt zufällig, und doch bleibt Raum für Interpretation, für eigene Erinnerungen und Empfindungen.
Kunst bedeutet für Berit Seifert weit mehr als Form und Komposition. Sie ist Gefühl, Erinnerung und gelebte Lebensfreude auf der Leinwand. Genau das spüren die Besucherinnen und Besucher beim Gang durch die Ausstellung. Die Werke laden dazu ein, Wandel nicht nur zu betrachten, sondern zu empfinden – als etwas, das bewegt, öffnet und verbindet. So wurde die Burg Botzlar an diesem Abend nicht nur zum Ausstellungsort, sondern zu einem Ort der Begegnung mit Farbe, Gefühl und einer Künstlerin, die mit ihren Bildern eines ganz klar zeigt: Das Leben darf, ja soll bunt sein – und wird dadurch ein kleines Stück schöner.
Die Ausstellung im Erdgeschoss der Burg Botzlar sowie im Sitzungssaal ist bis zum 15. April geöffnet.