Amtshaus

Amtshaus

Das in den Jahren 1911/1912 erbaute Amtshaus Bork, ohne die in den Jahren 1955 und 1970 erfolgten Anbauten, dokumentiert ein typisches Verwaltungsgebäude der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Die klar gegliederte Fassade des auf einem hohen Kellergeschoss errichteten zweigeschossigen, dreimal fünfzehnachsigen Putzbaues wird durch einen dreiachsigen Mittelrisalit besonders hervorgehoben.

Der vortretende Haupteingang wird von Säulen mit gesprengtem Giebel gerahmt. Unter dem dreieckigen Mittelgiebel befinden sich drei kräftig gerahmte Rundfenster, darüber ein schiefergedeckter Turm mit Uhr und Haubenabschluss. Das pfannengedeckte Mansarddach wird durch mehrere Dachgauben unterbrochen. An der Westseite des Gebäudes befindet sich ein im gleichen Stil errichteter quergestellter eingeschossiger Anbau mit Mansarddach, der ursprünglich als Dienstwohnung genutzt wurde.

Im Innern des Gebäudes verkörpert ein Sitzungssaal mit alter Vertäfelung und passendem Gestühl die Stilrichtung des Historismus. Der Kronleuchter wurde wahrscheinlich von der Zeche Hermann gespendet und hat vorher möglicherweise im Kasino der Zeche gehangen. Es wird vermutet, dass der renovierte Renaissancekamin, mit echten Delfter Kacheln, aus dem Weserbergland stammt. In den bleiverglasten Fenstern sind rechts der Hof Schulze Wischeler und links die Westfalia und die Glashütte zu sehen, die früher zum Amt Bork gehörten.

Heute ist das Amtshaus Sitz der Stadtverwaltung Selm, Adenauerplatz 2. info@stadtselm.de