Viele Ideen werden beim 1. Selmer Klimacafé gesammelt |

Seit einigen Monaten beschäftigt sich die Stadtverwaltung mit der Erstellung eines Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes. Die Firma Gertec aus Essen unterstützt die Stadtverwaltung dabei. Ein Baustein ist die aktive Bürgerbeteiligung. Das 1. Selmer Klimacafé in der vergangenen Woche war dazu der Auftakt.

Andreas Hübner, Geschäftsführer von Gertec, erläuterte den ca. 25 Anwesenden, warum jeder einzelne zum Klimaschutz beitragen kann und auch soll. „49 Prozent der Treibhausgasemissionen in Selm werden von privaten Haushalten hervorgerufen“, so Hübner. Bei den städtischen Einrichtungen und Fahrzeugen liege der Wert gerade mal bei zwei bzw. einem Prozent. „Daher ist die Beteiligung aller Akteure so wichtig. Die Kommune alleine kann hier nichts bewirken“, so Hübner. Er sprach in diesem Zusammenhang von einem „Klimaaufbruch“ statt des zurzeit häufig genutzten Begriffes „Klimanotstand“.

In Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmer zu verschiedenen Themenfeldern ihre Ideen und Vorschläge, wie der Klimaschutz in Selm verbessert werden kann. Dies ging über eine Ausweitung des öffentlichen Personennahverkehrs über mehr Stadtgrün bis hin zu energieautarken neuen Wohngebieten. Viele dieser Ideen sind bereits Bestandteil des in der Entwicklung stehenden Klimaschutzkonzeptes. „Wir befinden uns also auf einem guten Weg“, freute sich Julia Schmidt, bei der Stadtverwaltung für die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes verantwortlich. Trotzdem wolle und werde man weiter mit der Bevölkerung im Dialog bleiben. Denn nur mit der Unterstützung aller kann der Klimaschutz in Selm nachhaltig verbessert werden.

Als nächster Schritt werden die gesammelten Vorschläge in das Konzept eingearbeitet. Dieses soll vom Rat im Oktober 2019 verabschiedet werden. Die anschließende Umsetzungsphase wird 10 bis 15 Jahre dauern. Ziel ist, den Ausstoß von CO2  deutlich und nachhaltig in Selm zu reduzieren.

Zurück