Sandforter Weg ist nun Fahrradstraße |

Der Sandforter Weg ist seit Dienstag die zweite Fahrradstraße in Selm. Nach der Waltroper Straße im Ortsteil Bork geht die Stadtverwaltung damit den Weg zu einer fahrradfreundlichen Kommune weiter. Bürgermeister Mario Löhr, Vertreter der Stadtverwaltung und Politik sowie viele Mitglieder des Selmer ADFC gaben den Sandforter Weg für Radfahrer frei.

„Wir wollen den Radfahrern mehr Raum und damit Schutz geben“, betonte Bürgermeister Mario Löhr. Der Wunsch, den Sandforter Weg für Radfahrer mehr zu öffnen, sei schon seit vielen Jahren da gewesen, so Löhr. Umso erfreuter ist der Bürgermeister, dass die Situation für Radfahrer auf dem Sandforter Weg nun verbessert wird. „Später wollen wir, wenn dies möglich ist, den Bereich um eine Fahrradzone erweitern“, so Löhr.

Positive Erfahrungen in Bork

Julia Bramkamp, bei der Stadtverwaltung für den Bereich Umwelt und Mobilität verantwortlich, erklärte, dass die Erfahrungen der ersten Fahrradstraße in Bork durchweg positiv gewesen sind. „Der Sandforter Weg ist einfach prädestiniert, eine Fahrradstraße zu sein.“ Entlang des Sandforter Weges gebe es mit den Schulen und weiteren Einrichtungen viele Ziele, die nun mit dem Rad noch besser zu erreichen wären. „Wir möchten so Schulkinder animieren, mit dem Rad zur Schule zu kommen. Damit sind wir auf einem guten Weg zu einer noch fahrradfreundlicheren Stadt.“

Gerd Paduch, Vorsitzender des ADFC Selm, freute sich über das Engagement der Stadt für mehr Radverkehrssicherheit. „Das ist wirklich für alle Radfahrer sehr vorteilhaft. Und je komfortabler das Radfahren wird, desto mehr Menschen werden das Rad nehmen“, so Paduch.

Die wichtigsten Regeln der Fahrradstraße

  • Der Radverkehr hat klar Vorrang auf der Fahrbahn. Das Nebeneinanderfahren von Radfahrenden - auch in Gruppen -  ist ausdrücklich erlaubt.
  • Kraftfahrzeuge dürfen die Straße nur dann weiterhin befahren, wenn dies ausdrücklich durch Zusatzzeichen erlaubt ist. Dies ist am Sandforter Weg der Fall. 
  • Der Radverkehr bestimmt die Geschwindigkeit, wobei für alle Verkehrsteilnehmenden die Höchstgeschwindigkeit 30 km/h beträgt. Bei Bedarf müssen Kraftfahrzeuge ihre Geschwindigkeit verringern und hinter dem Radverkehr fahren. 
  • Kraftfahrzeuge dürfen Radfahrende nur überholen, wenn ein Sicherheitsabstand von 1,50 Meter eingehalten werden kann. Radfahrende dürfen weder gefährdet noch behindert werden.
  • Die bestehenden Vorfahrtsregeln bleiben erhalten.
  • Gehwege sind den Fußgängern vorbehalten. Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen und Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen jedoch weiterhin die Gehwege mit Fahrrädern benutzen.

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