Regionale-Expedition startet in Selm |

Anfang der Sommerferien startet die Regionale 2016 eine Expedition ins ZukunftsLAND: Auf einer zweitägigen Tour am 16. und 17. Juli stehen besondere Orte, besondere Wege und besondere Menschen im Fokus. Ausgedacht hat sich die Expedition der Künstler Boris Sieverts, der die Gruppe auch führen wird. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

Startpunkt ist Selm. Die genaue Reiseroute wird vorab nicht verraten und bleibt geheim. „Wie der Name bereits sagt, wird es eine Expedition. Die Tour ist für Menschen gedacht, die etwas erleben möchten, die gerne die Wanderschuhe schnüren und ausgetretene Pfade verlassen“, erklärt Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale 2016 Agentur. Die Strecken werden zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit ungewöhnlichen Verkehrsmitteln überwunden. Damit überraschende Aus- und Einblicke nicht nur in die Regionale 2016 und ihre Projekte garantiert sind, hat der Künstler Boris Sieverts mit seinem „Büro für Städtereisen“ die Tour entwickelt und die Route ausgearbeitet.

Um allen Teilnehmenden ein intensives Erlebnis zu ermöglichen, ist die Teilnehmerzahl auf 25 Personen beschränkt. Für die Teilnahme wird ein Beitrag in Höhe von 75 Euro pro Person erhoben. Anmeldungen sind per Mail an borissieverts@gmx.de möglich.

Drei Fragen an Boris Sieverts

Wie gehen Sie an die Planung einer solchen Tour heran?

Ich sehe mich zunächst immer völlig "ergebisoffen" in der Gegend um, lasse mich treiben und fühle, wie die Landschaft oder die Stadt auf mich wirken. Meistens gibt es eine Art "Resonanz" zwischen mir und der Umgebung und diesen Ton versuche ich dann, in der Tour zu vermitteln. Dafür mache ich mich auf die Suche nach Orten, an denen das besonders deutlich spürbar ist. Es geht also im Wesentlichen um Orte, die für sich selber sprechen durch die Atmosphäre, die dort herrscht – z. B. die Weite, die sich auf den Betrachter überträgt. Erst in zweiter Reihe spielen auch "Themen" eine Rolle, also Dinge, die eher inhaltlich interessant sind und miteinander in Verbindung stehen.

Um welche Erfahrungen sind die Mitreisenden hinterher reicher?

Wenn die Arbeit gelingt, steht am Ende einer solchen Tour in den Köpfen und Herzen der Teilnehmer ein Gefühl für eine Landschaft, das sich aus der Fülle der Eindrücke und Bilder speist, aber weit mehr als die Summe dieser Bilder ist. Ein Gefühl von Verbundenheit für eine Welt, die man unter Umständen vorher noch nicht einmal zur Kenntnis genommen hat. Deshalb frage ich die Teilnehmer hinterher auch nie, wie sie die Tour fanden. Das soll lange wirken. Manchmal kommen Jahre später noch Teilnehmer auf mich zu und sagen, dass sie das Erlebnis immer noch beschäftigt. Das finde ich das schönste Kompliment.

Ist die Tour eher für Fachleute oder für Jedermann?

Auf jeden Fall für Jedermann. Zumindest für jeden, der gerne draußen ist und sich bewegt. Für alles andere übernehme ich die Verantwortung. Auch dafür, dass Leute sich für Gegenden begeistern können, von denen sie das im Vorfeld eigentlich ausschließen würden. Man kann beinahe jede Stadt und jede Gegend so durchqueren, dass es Spaß macht und einen interessiert. Es bedarf allerdings bestimmter Techniken der Dramaturgie, der Wegeführung und des Rhythmus in der Tageseinteilung. Sich dem anzuvertrauen erfordert keine Fachausbildung und kein Vorwissen – nur etwas Experimentierfreude.

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