Radfahrer und Fußgänger werden geschützt |

Seit dem 28. April gilt die Novelle der Straßenverkehrsordnung. Das Bundesverkehrsministerium will mit dieser Novelle vor allem den Fuß- und Radverkehr schützen und stärken. „Die neuen Regeln sollen insbesondere die schwächeren Verkehrsteilnehmer stärken“, erklärt Julia Schmidt, verantwortlich für den Bereich Mobilität bei der Stadt Selm.

Radfahrer dürfen ab sofort zum Beispiel innerorts nur mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern – außerorts 2 Metern – überholt werden. Zudem ist das Nebeneinanderfahren, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer behindert werden, nicht mehr nur auf Fahrradstraßen erlaubt. Erleichtert wird auch das Einrichten von Fahrradzonen, sodass nicht viele einzelne Straßen als Fahrradstraße ausgezeichnet werden müssen. „Damit werden wir den Radverkehr in Selm stärken können. In der Verkehrsplanung wird der Radverkehr bereits seit Längerem fokussiert und nun endlich auch in der Straßenverkehrsordnung stärker berücksichtigt“, erklärt Julia Schmidt.

Die Novelle der Straßenverkehrsordnung hat auch eine Erhöhung von Geldbußen – insbesondere für das verbotswidrige Parken auf Geh- und Radwegen – gebracht. Bis zu 100 Euro (plus 1 Punkt) kostet es ab sofort, wenn auf Geh- und Radwegen geparkt wird und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder behindert werden. Wer auf einem Radfahr-Schutzstreifen parkt, der muss ebenfalls bis zu 100 Euro zahlen. Die Stadtverwaltung betont, dass die neuen Regelungen für Bußgelder natürlich auch für Selm gelten. Wer also zum Bespiel auf der Kreisstraße auf dem Geh- oder Radweg parkt, muss ab sofort deutlich tiefer in die Taschen greifen.

Das Bundesverkehrsministerium hat die Änderungen hier übersichtlich  dargestellt: 

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