Preisverleihung Vorlesehauptstadt 2015 |

Mit den ganz Großen messen, das könne nun die Stadt Selm, bekannte Bürgermeister Mario Löhr. Anlass für die Aussage war die Preisverleihung als Vorlesehauptstadt 2015 am Mittwochabend in der Burg Botzlar. Aus den Händen von Kay Stelter von der Wochenzeitung „Die Zeit“ erhielt Mario Löhr die Plakette als „Aktivste Vorlesehauptstadt 2015“. Die Wochenzeitung hatte vor zwölf Jahren gemeinsam mit der Stiftung Lesen und dem Städte- und Gemeindebund den Vorlesetag aus der Taufe gehoben.

„Der Vorlesetag lebt von vielen engagierten Lesern“, bekannte Stelter. Das sei in Selm auf das vortrefflichste gelungen. „Nahezu zehn Prozent aller Selmer haben gelesen. Das ist ein Allzeithoch“, lobte Stelter das Engagement der Selmer Bevölkerung. Die ursprünglich geplanten 700 Lesungen seien bei über 2600 weit übertroffen worden. Auch Christina Urlaub von der Stiftung Lesen war von der Selmer Leistung immer noch beeindruckt. „Kein Tag war im vergangenen Jahr seit April vergangen, ohne dass aus Selm nicht Lesungen eingestellt worden waren.“ Selm habe damit ein Zeichen für Vorlesekultur gesetzt.

Bürgermeister Mario Löhr, der Schirmherr der Aktion war, freute sich über das Lob. „Selm hat sich gegen hunderte andere Städte aus dem Bundesgebiet durchgesetzt und den Titel „Aktivste  Vorlesestadt“ geholt. Die Selmer Bürgerinnen und Bürger haben einmal mehr gezeigt, zu was sie bereit und fähig sind, wenn es gilt, eine gute Sache voran zu treiben“, so Löhr. Sein Dank galt daher allen, die sich an der Aktion als Vorleser beteiligt haben und natürlich dem Organisationsteam um Margit Breiderhoff, Petra Frenger, Diana Post, Hubert Schaeper und Lothar Kirchner.

Letztgenanntem wurde noch eine ganz besondere Ehrung zuteil. „Lothar Kirchner hatte die Idee, suchte Mitstreiter und blieb ein unermüdlicher Antreiber für noch mehr Vorleseaktionen“, so Mario Löhr. Als Dank für so viel Engagement verlieh der Bürgermeister ihm daher die Freiherr-vom-Stein-Medaille.

Bei der Preisverleihung wurde zudem deutlich, dass Selm auch in diesem Jahr bestrebt ist, ein Ausrufezeichen beim Vorlesetag zu setzen. Mit der Lesung unter den Linden, die am Wochenanfang stattgefunden hatte, bewirbt sich die Stadt diesmal um den Titel des außergewöhnlichsten Vorleseortes. „Tja, Pech für die anderen Kommunen. Richten Sie denen schon einmal aus, dass wir im nächsten Jahr erneut den Preis holen“, gab Mario Löhr den Initiatoren des Vorlesetages mit auf den Weg. Er würde sich auf jeden Fall freuen, wenn Selm sich wieder mit den ganz Großen messen kann.

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