Informationen zu Projekten und Klimaschutz |

Über 100 Interessierte wollten am Montagabend im Bürgerhaus aus erster Hand erfahren, wie der Klimaschutz und Maßnahmen dazu in Selm in den kommenden Jahren aussehen sollen. Dazu hatte Bürgermeister Mario Löhr eingeladen.

 

Bevor aber über den Klimaschutz geredet wurde, blickte Mario Löhr zunächst auf einige Projekte – abgeschlossene und zukünftig anstehende. Zu den abgeschlossenen Projekten zählten unter anderem die Fertigstellung der Kreisstraße im Selmer Ortsteil oder die Digitalisierung in der Overbergschule. Dass in Zukunft weiter in die Straßen investiert werden soll, machte Löhr ebenfalls klar. So ist geplant, unter anderem den Wirtschaftsweg am Schnippenbach zu sanieren. Auch Wohnraum soll weiter geschaffen werden. „Drei Baugebiete werden wir in den kommenden Jahren entwickeln“, so Löhr. Mit dem „Wohnen am Auenpark“, einem Baugebiet am LIDL in Bork sowie am Fährenkamp in Selm stünden insgesamt 13 Hektar an zusätzlichem Bauland zur Verfügung.

Den größten Raum der Bürgerversammlung nahm anschließend die Diskussion zum Klimaschutz ein. Mario Löhr betonte, dass dies bei der Stadtverwaltung ernst genommen wird. „Wir halten jedoch nichts davon, jetzt Muss-Regeln anzuordnen. Wir wollen Angebote machen und den Bürgern nichts aufzwängen.“ Gerade im Bereich der Mobilität wolle man neue Angebote machen, damit vermehrt auf das Auto verzichtet werden kann. Eine Option wäre hier der Bürgerbus. Diesen hatte Löhr kurz zuvor als neues Projekt vorgestellt. „Ich bin hier mit vielen Ehrenamtlichen im Gespräch, damit dieser Verein gegründet werden kann.“ Im kommenden Jahr, so Löhr, soll der Verein seine Arbeit aufnehmen. Klimaschutz und der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs könnten so übereinkommen.

Neue Fahrradstraßen

Damit das Auto vermehrt stehen gelassen wird, werden weitere Fahrradstraßen ausgewiesen. Als nächstes werden im kommenden Jahr der Sandforter Weg und die angeschlossenen Wohngebiete als Fahrradstraße ausgezeichnet. Auch die Bahnhöfe sollen attraktiver werden. Die Barrierefreiheit am Bahnhof Beifang ist mittlerweile gegeben. Die dort geplante Mobilitätsstation ist ein Angebot an Bahnpendler, die mit dem Rad zum Bahnhof kommen. Gleiches sei für die Bahnhöfe in Bork und Selm-Dorf geplant.

Dass Klimaschutz wichtig ist, verdeutlichte Julia Schmidt, die bei der Stadt Selm für den Bereich Umwelt und Mobilität zuständig ist. Ohne zusätzliche Maßnahmen würde die Stadt Selm nämlich nicht das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel der Treibhausgas-Minimierung bis 2050 erreichen. Da das größte Potential zum Energiesparen in den privaten Haushalten liegt, wolle die Stadt in Zukunft hier insbesondere Aufklärungsarbeit leisten. So wird es im kommenden Jahr eine Energieberatung in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale geben. „Wir müssen die Bürger überzeugen und mitnehmen“, betonte Löhr. Daher wird die Verwaltung eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz übernehmen.

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