200 Flüchtlinge sollen in ehemaliger Pestalozzischule untergebracht werden |

Statt 300 sollen demnächst nur noch bis zu 200 Flüchtlinge in der ehemaligen Pestalozzischule untergebracht werden. Dies gab Bürgermeister Mario Löhr bei einer Anwohnerversammlung am Mittwochabend bekannt. Circa 90 Anwohner der Straßen rund um den Pädagogenweg waren der Einladung des Bürgermeisters gefolgt.

In einer ersten Bürgerversammlung Mitte April hatte Mario Löhr den Anwohnern versprochen, sie noch einmal genauer über die Pläne des neuen Übergangsheims zu informieren. „Jetzt können wir Ihnen konkreter etwas sagen“, so Löhr. So soll die Turnhalle entgegen der ersten Pläne nun doch nicht mehr als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Stattdessen sollen dort ein Teil der Verwaltung und Gemeinschaftsräume eingerichtet werden. Auch mobile Container mit Wohneinheiten sollen nach den aktuellen Plänen nicht mehr auf dem Schulhof stehen. Daher verringert sich die Kapazität von ursprünglich 300 Flüchtlingen auf 200. „Wenn wir wieder in die Zuweisung von Flüchtlingen kommen, wollen wir die Standorte in Bork und Cappenberg sowie den ehemaligen Kindergarten an der Körnerstraße nutzen“, betonte Mario Löhr.

Ebenfalls eine Option ist ein weiterer neuer Standort an der Industriestraße. „Wir können uns zurzeit vorstellen, dort eine kleine Einrichtung mit mobilen Containern zu errichten. Die Gespräche dazu laufen aber noch“, erklärte der Bürgermeister. Näheres wolle er in einer weiteren Bürgerversammlung in ein paar Wochen mitteilen.

Der Bürgermeister und auch die Beigeordnete Sylvia Engemann versicherten den Anwohnern erneut, dass sie eine verträgliche Lösung herstellen wollen. „Daher nehmen wir ihre Sorgen und Ängste ernst“, so Sylvia Engemann. Nach Fertigstellung des Übergangsheims soll ein Sicherheitsdienst für Ordnung auf dem Gelände sorgen. An diesen könnten sich auch Anwohner wenden, falls es Probleme im Umfeld geben sollte. Klar ist, dass das Übergangsheim von einem Zaun umgeben sein wird.

Bei der Anwohnerversammlung kamen zudem Stimmen auf, dass Räume für Begegnung gewünscht sind. „Nur so kann doch Integration gelingen, wenn wir uns mit den Flüchtlingen austauschen können“, sagte eine Anwohnerin. „Genau das wollen wir ja auch“, so Sylvia Engemann. Der Arbeitskreis Asyl habe dies ebenfalls bereits geäußert. Begegnungsräume, ob innerhalb oder außerhalb, soll es daher auf jeden Fall geben.

Circa 90 Anwohner kamen zu der Versammlung.

So könnte das neue Übergangsheim aussehen

Lageplan.pdf (43,5 KiB)

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