Großes Interesse bei Bürgerversammlung |

Auf großes Interesse ist die Bürgerversammlung zum neuen „Wohnquartier am Friedhof“ gestoßen. Über 100 Bürgerinnen und Bürger waren am Mittwochabend in das Feuerwehrgerätehaus in Bork gekommen, um sich auf den Stand der Dinge bringen zu lassen.

Bürgermeister Mario Löhr begrüßte die Anwesenden und stellte fest. „Wir stehen noch zu Beginn des Verfahrens. Ein Bebauungsplan ist noch nicht aufgestellt. Wir werden also ihre Anregungen aufnehmen und berücksichtigen.“ So sei entgegen anders lautender Gerüchte nicht geplant, dass in dem neu zu errichtenden Wohngebiet sozialer Wohnungsbau stattfinden wird. „Das ist nie im Interesse der Stadt gewesen“, so Löhr. Was aber möglich sein soll, sei eine gute Mischung von Wohnformen. So seien kleinere Wohneinheiten aber auch Wohnen mit Servicecharakter denkbar.

Architekt und Stadtplaner Dr. Frank Pflüger, der für den Investor, die Volksbank Selm-Bork, Pläne erarbeitet, unterstrich dies in seinen Ausführungen. „Wir wollen die bestmögliche Entwicklung für ihren Ortsteil hinbekommen. Der aufzustellende Bebauungsplan muss jedoch eine gewisse Flexibilität haben, damit viele angesprochen sind, dort zu bauen.“ Pflüger stellte mögliche Erschließungsvarianten und Wohnmodelle vor.

Die größte Sorge der Anwohner aus dem Rauhen Busch, an den das neue Baugebiet anschließt, war die mögliche maximale Bauhöhe der neuen Häuser. Frank Pflüger beruhigte die Anwohner. „Die neuen Häuser werden nicht höher sein, als zum Beispiel die Mehrfamilienhäuser an der Stifterstraße.“ So sei eine mögliche Verschattung nicht zu erwarten. „Wir werden dies in den Bebauungsplan auch so mit aufnehmen, dass eine maximale Höhe und Geschossflächenzahl vorgebeben wird.“

Heinrich Lages, Vorstand der Volksbank Selm-Bork, konnte die Anwesenden ebenfalls beruhigen. „Wir als Investor haben ein Interesse daran, sämtliche Flächen zu vermarkten. Daher werden wir keine großen Häuserblöcke setzen, die eine Vermarktung der Grundstücke für Einfamilienhäuser erschweren.“

Das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes befindet sich derzeit am Anfang. Mit der Erschließung ist wohl nicht vor Mitte 2017 zu rechnen. Trotzdem gibt es bereits jetzt großes Interesse nach Grundstücken oder Eigentumswohnungen in dem neuen Baugebiet. Bei der Bürgerversammlung waren sogar zwei Lüner anwesend, die sich explizit nach Wohnraum in dem neuen Baugebiet erkundigt hatten. Mario Löhr versprach zum Abschluss, die Bevölkerung weiter einzubinden. „Haben Sie Vertrauen in die Verwaltung. Wir nehmen Ihre Anregungen ernst“, so Löhr.  

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