Die Schönheit von verlassenen Orten |

Dass das Verlassene manchmal auch Heruntergekommene durchaus seine Schönheit hat, das beweist Martin Führt mit seinen Bildern. Der Fotograf stellt einen Teil seiner Bilder zurzeit in der Galerie im Amtshaus aus.

Manchmal muss Martin Führt einen langen Fußmarsch durch unwegsames Gelände in Kauf nehmen, um an sein Ziel zu kommen. Hin und wieder steht das Ziel der Begierde aber auch ganz unscheinbar an der Straßenecke und wird von den Einheimischen schon lange nicht mehr eines Blickes gewürdigt. Führt blickt für seine Bilder hinter längst „verschlossene Türen". Wobei, verschlossen stimmt nicht. „Wenn ein Haus verschlossen ist, gehen wir nicht hinein.“ Mit „Wir“ meint Führt so genannte „Urban Explorer“. Diese Gruppe von Fotografen hat einen eigenen Kodex: Hinterlasse nichts als deinen Fußabdruck und nimm nichts außer deinem Foto mit. Daran hält sich Führt.

Herausgekommen bei diesen Blicken hinter einstmals verschlossene Türen und nun verlassene Gebäude sind eindrucksvolle Bilder. So wie vom Château Lumière in Frankreich. Nichts auf den Fotos von diesem eindrucksvollen Gebäude lässt darauf schließen, dass es verlassen ist. Oder auch die Villa Amalia, auch Villa Woodstock genannt, in der Nähe von Wuppertal. Auch hier sieht es so aus, als ob die Besitzer zu jeder Zeit wieder durch die Haustür gehen könnten.

Im Gegensatz dazu stehen die Fotos von alten Schuppen, wo schon die dicken Spinnweben dokumentieren, dass dort schon länger niemand gewesen ist. Mit seinen Fotografien öffnet Martin Führt diese Türen wieder und gibt spannende Blicke frei.

Die Ausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten der Stadtverwaltung in der Galerie, 1. Etage Altbau, bis zum 23. Mai zu sehen.

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