Bürgerversammlung zum Umbau der Kreisstraße |

Nach den Sommerferien soll mit dem Umbau der Kreisstraße begonnen werden. Diese Nachricht gab Planer Manuel Franz vom Büro Iso aus Marl den Besuchern der Bürgerversammlung am Montagabend mit auf den Weg. Die Stadt informierte dort über den geplanten Umbau der Kreisstraße und über den Rückbau von verkehrsberuhigenden Maßnahmen auf dem Beifanger Weg.

Nachdem bereits die Geschäftsleute über den Umbau der Kreisstraße informiert wurden, war die Bürgerversammlung am Montagabend nun öffentlich. 50 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung. Manuel Franz, der mit dem Büro Iso den Straßenbau plant, erklärte die Vorgehensweise. „Der Ausbau erstreckt sich über eine Länge von 600 Metern. Zwei neue Kreisverkehre werden angelegt. Wir werden die Fahrbahn enger, dafür die Geh- und Radwege breiter machen“, fasste er kurz zusammen.

In drei Bauabschnitten wird die Maßnahme vorgenommen. Der erste Abschnitt beginnt in Höhe des DM-Marktes auf der Kreisstraße und führt bis hinter die Einmündung Beifanger Weg/Landsbergstraße. Dort wird zeitgleich ein neuer Kreisverkehr gebaut. Der zweite Abschnitt, der anschließend gestartet wird, erstreckt sich bis hinter die Einmündung Buddenbergstraße. „Diese beiden Abschnitte werden wir in Vollsperrung vornehmen müssen“, erklärte Franz. Dies geschehe vor allem wegen des Kanalbaus. Im Zuge der Maßnahme werden nämlich die Abwasserleitungen erneuert und unterhalb der Straße zusammengefasst. „Machen wir dies nicht, so kostet uns das eine Menge Zeit und Geld“, so Franz. „Kunden können aber zu jeder Zeit die Geschäfte zu Fuß erreichen“, versprach er.

Der letzte Abschnitt, der unter anderem den Bau eines Kreisverkehres an der Alten Zechenbahn vorsieht, wird unter einer Teilsperrung durchgeführt.

Bürgermeister Mario Löhr sprach zudem die Parksituation an. „Entlang der Kreisstraße fallen circa 76 Parkplätze weg. Wir werden an zentraler Stelle aber 50 neue Parkplätze schaffen, sodass genügend Plätze vorhanden sind.“ Zudem wolle man erreichen, dass Schwerbehindertenparkplätze vor den Geschäften möglich sind.

Zweiter Punkt der Bürgerversammlung waren die anstehenden Arbeiten im Beifanger Weg. Hier ist die Stadt Selm von der Bezirksregierung aufgefordert worden, die verkehrsberuhigenden Maßnahmen zurückzubauen. „Das werden wir größtenteils tun“, sagte Mario Löhr. Andernfalls müsse die Stadt über 300000 Euro an Fördermitteln zurückzahlen. „Die Mittelinsel im unteren Teil von der Kreisstraße kommend werden wird stehen lassen können. Auch die Mittelinsel in Höhe des Bolzplatzes bleibt stehen. Tempo 30 wird weiterhin gelten“, fasste Löhr zusammen.

Einige Anwohner äußerten die Sorge, dass bei Rückbau der Verkehrsinseln auf dem Beifanger Weg wieder mehr gerast wird. Der Bürgermeister versprach, hier mit dem Kreis in Kontakt zu treten, damit dieser dort die Geschwindigkeit misst. Auch wolle die Stadt Tafeln aufstellen, die den Autofahrern ihre gefahrene Geschwindigkeit anzeigt.

In drei Abschnitten wird gebaut

20160419-Lageplan-Bauabschnitte.pdf (2,3 MiB)

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