Bürgerversammlung zum Integrierten Handlungskonzept WasserZwischenRäume |

Gemeinsam statt alleine: Die Städte Selm und Olfen gehen bei der interkommunalen Zusammenarbeit neue Wege. Zusammen stellen die Städte zurzeit ein integriertes Handlungskonzept für den Bereich rund um den Ternscher See auf. Unter dem Namen „WasserZwischenRäume“ soll mit dem Grafen vom Hagen-Plettenberg als drittem Projektpartner der entsprechende Bereich in vielerlei Hinsicht aufgewertet werden.

„Die Bürger sehen keine Verwaltungsgrenzen. Wir verstehen uns als eine Region, daher sollten wir bei so einem Vorhaben zusammenarbeiten“, begrüßte Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann die knapp 200 Teilnehmer der Bürgerversammlung zu diesem Thema. Sendermann betonte, dass die vorgestellten Pläne Zielsetzungen sind, die nicht gegen den Willen der Betroffenen umgesetzt würden. Man wolle „Qualität statt Quantität“ erreichen, so Sendermann. Keinesfalls sei es das Ziel, Massentourismus an den See zu locken. Vielmehr sollten die Interessen von Anwohnern, Landwirten und Touristen in Einklang gebracht werden.

„Diese interkommunale Zusammenarbeit ist wichtig“, befand auch Selms Bürgermeister Mario Löhr. Dank der Regionale 2016 würden lang abgebrochene Kontakte wieder gepflegt werden. „Als kleine Kommunen schaffen wir viele Dinge nicht alleine“, so Löhr.

Gerlind Heckmann vom beauftragten Planungsbüro FSWLA, das diesen Masterplan erstellt hat, erklärte die einzelnen Ziele. „Die Renaturierung der Steveraue in Olfen war bereits ein guter Ansatz. Diesen wollen wir entlang der Stever am Ternscher See verfolgen“, sagte Heckmann. Man wolle für Besucher den See „erlebbarer machen“, so Heckmann. Dazu sollen neue Flächen am heutigen Haus Seeblick und am Nordufer geschaffen werden.

Ein wichtiges Element des Masterplans ist die Umgestaltung des Campingplatzes. Hier kommt Graf Moritz vom Hagen-Plettenberg als Inhaber des Campingplatzes ins Spiel. „Wir beobachten auch auf unserem Campingplatz einen demografischen Wandel“, so der Graf. Um den Campingplatz in Zukunft für Familien und Tagesgäste attraktiver zu machen, soll dieser modernisiert werden. Ebenfalls denkbar ist ein neues Feriendorf an der Südwestecke des Sees. Dieses könnte Fahrradtouristen ansprechen.

Lob und aber auch Kritik an den Plänen kam in der anschließenden Fragerunde auf. Während ein Selmer Neubürger, der aus Dortmund an den Ternscher See gezogen ist, von einer „echten Perle“ sprach, sahen andere Anwohner einige Vorhaben kritisch. Mario Löhr betonte hier, dass man erst am Anfang des Verfahrens sei und noch viele Gespräche zu führen sind. Die Anwohner wolle man auf jeden Fall immer mit einbeziehen. „Die Diskussion wird auf jeden Fall spannend bleiben. Lassen Sie uns bitte nicht alles zerreden“, warb Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Damit aus der Zusammenarbeit der Städte das Beste für die Bürger beider Kommunen entsteht.

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