Bürgermeister steht Rede und Antwort |

Etwas mehr als 20 Gäste waren zu der zweiten Bürgerversammlung „Klartext“ am Montagabend ins Bürgerhaus gekommen. Wie bei der ersten Veranstaltung vor einer Woche wollte der Bürgermeister zu Presseberichten und Themen der vergangenen Monate Stellung beziehen und für die Verwaltung den Blick nach vorne werfen.

Großen Raum nahm diesmal die Diskussion über den Lärmschutz im Seiland ein. Wie schon bei der Versammlung zu Wohnen am Auenpark wollte und konnte Bürgermeister Mario Löhr den Anwohnern des Seilands keine großen Zusagen geben. „Wir müssen erst mit Straßen.NRW uns einigen und die so genannte OD-Grenze verschieben“, so Löhr. Erst dann sei eine Lärmschutzwand, wie sie die Anwohner der Münsterlandstraße schon seit einigen Jahren fordern, rechtlich möglich. Offen sei dann zudem, so Löhr, wer für die Kosten einer Lärmschutzwand aufkommen müsse.

Um Lärmschutz ging es auch einigen Anwohnern der Landsbergstraße. Sie befürchten aufgrund des Baus des neuen Parkplatzes an der Kreisstraße Nachteile für ihre Gärten. Hier versprach Löhr, die Anwohner der entsprechenden Straßen bei einer eigenen Versammlung zu informieren. Diese soll am Donnerstag, 18. Juli, um 19 Uhr im Bürgerhaus sein. Dann sollte auch das Lärmschutzgutachten vorliegen, das Aufschluss über etwaige Maßnahmen geben wird.

Das Thema Verschuldung sprach der Bürgermeister ebenfalls an. Hier kam nach der ersten Bürgerversammlung Kritik aus der Bevölkerung auf, dass die Verschuldung in den vergangenen Jahren angestiegen ist und weiter steigen wird. „Wir sind verpflichtet, in unsere Straßen oder auch Schulen zu investieren. Das sind gut angelegte Gelder“, so Löhr. Die Verschuldung würde zudem nur aufgrund der zu tätigen Investitionen steigen. „Die Kassenkredite sind auf dem Niveau von 2011 geblieben und nicht gestiegen.“ Die Schulden, die nun anfallen, würden jedoch das Vermögen stärken und zur Entwicklung Selms beitragen.

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